DUNEDIN

Wir fahren weiter Richtung Süden.

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Entlang des Clutha Rivers geht es weiter, wir sind jetzt in einem der Neuseeländischen Weinanbaugebiete. Wir sind gespannt, ob wir ein Weingut finden, in dem wir den neuseeländischen Wein probieren können.

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In Bannockburn machen wir Halt, und besuchen

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und treffen, als wir unerlaubterweise im Wingert herumlaufen und fotografieren, den Vertriebsleiter, der uns zur Rede stellen will. Wir geben uns als Rheinhessen zu erkennen, das er aber gar nicht kennt .. na so was. Er empfiehlt uns eine Weinprobe zu machen und ein Lunch einzunehmen – er wird seiner Rolle als Vertriebsleiter gerecht.

Also auf zur Weinprobe – dort angekommen, werden wir freundlich begrüsst, nach unseren Wünschen gefragt, zu deren Bedauern wollen wir nicht zu Mittag essen, sondern nur den Wein probieren. Als erstes werden wir informiert, dass die Weinprobe einen goldenen $ kostet, also wir können gerne zwei oder vier $ spenden, aber beim Pinot Noir kostet eine Probe $4  – hmmm. Bei uns in Rheinhessen kostet das gar nichts und in Schwabenheim bekommst du noch was zu essen dazu, (nur im November)

Was solls, wir probieren auch deren Riesling und sind überrascht von der Qualität, wir wollen auch kaufen, die Flasche kostet $24, das sind umgerechnet 16,00 €. Da schaugst. Wir kosten auch den Pinot Noir, die Probe für $4, aber der ist noch zu jung, schmeckt nicht und rechtfertigt den Preis von $65, oder 43,50 € überhaupt nicht.

Während der Probe haben wir nach der Geschichte des Weingutes gefragt. Der heutige Besutzer ist 1990 aus Südafrika ausgewandert, hat dieses Weingut gegründet, ganz neu aufgebaut und produziert seit 1996 Weine, Spezialität Pinot Noir.

Gegen den späten Nachmittag kommen wir nach Dunedin und wollen gleich auf die Otaku Halbinsel weiterfahren. Es stürmt, und die Strasse von Dunedin auf die Halbinsel ist sehr eng und windet sich am Meer entlang. Eine blöde Fahrerei.

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Auf der Halbinsel leben Gelbaugen Pinguine, die nur in der Dämmerung zu sehen sind und auf der Halbinsel ist der einzige Nistplatz von Königs Albatrossen, die jetzt in dieser Zeit ihre Eier ausbrüten. Königs Albatrosse sind Vögel mit drei Metern Spannweite, leben ihr Leben lang in Einehe, kommen alle zwei Jahre an den Nistplatz und danach fliegt das Männlein rechtsrum auf das Meer und das Weiblein linksrum, und nach zwei Jahren treffen sie innerhalb weniger Stunden wieder ein. Irre – oder.

Leider war unser Besuch ganz ganz schlecht geplant. Das Wetter war furchtbar, wir kamen vor lauter Wind kaum aus dem Auto, es war zu spät, denn nur mit einer Führung kann man die Pinguine und die Albatrosse sehen, die letzte Führung war schon vorbei. Das hätten wir durch Information wissen können oder wissen sollen. Sehr sehr schade, dass das nicht geklapt hat, noch dazu, wo am nächsten Tag toller Sonnenschein war, wir aber weiter mussten – was solls.

Am nächsten Vormittag, bei strahlendem Sonnenschein, besichtigen wir Dunedin, eine sehr schöne Stadt, die von Schotten gegründet wurde. Und die haben gleich die Strassenamen aus Edinburgh mit übernommen und auch die schottische Kneipenkultur. Sollten wir nocheinmal hierherkommen, müssen wir ein paar Tage bleiben und das alles ansehen, probieren und geniessen.

Über der Stadt steht beherrschend die Kirche

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Eines der sehr schönen Häuser hat einen uns wohl bekannten Namen

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wir fühlen uns fast heimisch. Die Attraktion ist der Bahnhof.

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Beim Ansehen kommt der Gedanke an Christchurch wieder hoch, wie das wohl vor dem Erdbeben ausgesehen hat?

Der Hit aber ist, Dunedin hat die steilste Strasse der Welt, mit 38 Grad Steigung, könnt ihr Euch das vorstellen.

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Ich habe Miss Lizzy die Mühen erspart, wir sind die Strasse zu Fuss hochgegegangen, an deren Ende wir dann eine Bank zum Verschnaufen finden.

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Weiter geht die Fahrt.

Auf der Southern Scenic Route geht es an der Küste entlang. Wir sehen tolle Buchten und bleiben immer wieder entzückt stehen. Der Reiseführer schreibt von einer Bucht, in der Seelöwen leben, die man ganz aus der Nähe sehen kann, aber bitte einen Abstand von 10 m halten, sonst werden die Tiere agressiv. Nach der gestrigen Erfahrung mit der verpasssten Chance die Königs Albatrosse zu sehen, möchten wir uns das nicht entgehen lassen.

Auf einer Schotterstrasse, die sich teilweise einspurig den Berg hinauf und zur Bucht hinunterwindet, lenke ich Miss Lizzy und rede ihr gut zu – hoffentlich kommt kein Gegenverkehr, denn was machen wir dann?

Mit strapazierten Nerven kommen wir an der Bucht an, gehen am tollen Strand entlang, und da liegen die, die Seelöwen. Die sind ganz schön gross.

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Die Biologielehrerin im Ruhestand ist nicht mehr zu halten, die Nikon im Anschlag geht sie auf die ruhenden Seehunde zu – fotografiert sie.

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Bei einem sehr starken Wind liegen die einfach nur so da und schlafen. Ich muss noch ein Strandbild machen, mit dem vom Wind aufgewirbelten Sand.

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Wir müssen weiter, nach Invercargill, an der Südspitze der Südinsel. Es geht so starker Seitenwind, dass die entgegenkommenden Motorräder einen Winkel von 75 Grad haben. Ich halte dagegen und Miss Lizzy mit Mühe in der Spur.

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Wie die Bäume zeigen, gibt es hier öfter einen richtigen Wind. Mit hohen Hecken haben sich die Bewohner von Invercargill vor dem Wind geschützt.

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Auf unserem Campingplatz lassen wir den Tag gemütlich, mit dem Riesling aus dem Weingut ausklingen.

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